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Die Breede summt

Wildbienen & Co.

Hier stellen wir Euch Wildbienen vor und auf welchen Blüten wir sie in unserem Hortus besonders häufig gesehen haben. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Euch damit eine kleine Ideensammlung geben. "Ihr möchtet diese Wildbiene bei Euch erleben? Dann pflanzt für sie doch diese Blumen..."

Die Liste wird nun zukünftig kontinuierlich wachsen. Alle Fotos sind aus unserem Garten.


Gehörnte und Rostrote Mauerbiene

Gehörnte und Rostrote Mauerbiene

osmia cornuta, osmia rufa

Typische Lebensräume sind strukturreiche Biotope wie Waldränder und Waldlichtungen, regelmäßig wird die Rote Mauerbiene aber auch im Siedlungsbereich angetroffen. Die erwachsenen Tiere überwintern im Kokon und fliegen von April bis Juni. Nistplätze sind Hohlräume jeder Art, wie beispielsweise Bohrgänge in Holz, hohle Stängel, Ritzen und Löcher in Lehmwänden und Mauerwerk. (Siehe auch Wildbienenhotels)

Sie fliegen in unserem Garten auf beispielsweise Traubenhyazinthen, Geflecktes Lungenkraut, Blausternchen, Wald-Vergissmeinnicht, Kirschblüte, Felsenbirne, Ahorn

Ackerhummel

Ackerhummel

bombus pascuorum

Ackerhummeln haben einen recht auffällig orangebraun gefärbten Rücken. Der Hinterleib ist dunkel und zum Ende hin mit orangebraunen Haaren bestückt. Die Ackerhummel ist ein Kurzstreckenflieger. Sie sammelt Nektar und Pollen in der unmittelbaren Umgebung ihres Nests. Bei der Wahl ihres Nistplatzes und Ihrer Futterpflanzen ist sie absolut nicht wählerisch, was ihr gerade in der Nähe des Menschen einen Vorteil verschafft.

In unserem Garten fliegen Ackerhummeln besonders gerne auf Duftnessel, Schwarznessel, Goldnessel, Rotklee, Weißer Steinklee, Echter Steinklee, Herzgespann, Echte Katzenminze, Lavendel, Blauraute, Wollziest, Storchschnabel, Bergminze, Bergbohnenkraut, Echter Beinwell, Bergflockenblume, Acker-Witwenblume, Gewöhnlicher Natternkopf, Disteln, Wald-Erdbeere, Wasserdost, Kriechender Günsel, Raublättrige Aster, Sonnenbraut

Steinhummel

Steinhummel

bombus lapidarius

Steinhummeln erkennt man am samtschwarzen Körper mit einer rotbraunen Spitze am Hinterleib.Die im Sommer kurzeitig auftretenden Männchen sind bunter, mit gelben Streifen und einem gelben Haarbüschel zwischen den Augen. Ihre Nester baut die Hummel oft unter Steinhaufen oder Mauern, wodurch sie ihren Namen erhalten hat. Ein Staat besteht meistens aus 100 bis 300 Tieren. Honig produzieren die Tiere für ihren eigenen Bedarf; ihr Nutzen als Bestäuber von Wild- und Nutzpflanzen ist - wie auch von den anderen Hummelarten - von unschätzbarem Wert.

Wir beobachten Steinhummeln in unserem Garten besonders häufig auf Acker-Witwenblume, Scharfer Mauerpfeffer, Kornblume, Alant, Duftnessel, Rainfarn, Gewöhnlicher Natternkopf, Nesselblättrige Glockenblume, Polsterglockenblume, Schwarze Flockenblume, Bergflockenblume, Ähriger Ehrenpreis, Ringelblume, Sonnenhut, Sonnenbraut

Dunkle Erdhummel

Dunkle Erdhummel

bombus terrestris

Die Königinnen sind 20-28mm groß und überwintern in Erdlöchern unter trocknem Laub. Die Dunkle Erdhummel ist eine kurzrüsselige Hummelart, die schon ab Februar/ März zu entdecken ist. Sie ist in der freien Natur kaum von der Hellen Erdhummel zu unterscheiden, bei der die Streifen etwas heller als bei der Dunklen Erdhummel sind.

Krokus, Akelei, Wegwarte, Raublättrige Aster, Fetthenne, Königskerze, Knautie, Weiße Spornblume, Gartenziest, Großer Schuppenkopf, Wasserdost, Sonnenbraut, Ringelblume, u.v.m.

Wiesenhummel

Wiesenhummel

bombus pratorum

Die Wiesenhummel gründet im Frühjahr als erste Hummelart ihre Kolonien, ihre Jungköniginnen verkriechen sich dafür bereits im August in ihre Winterquartiere. Es ist eine kleine und durchaus häufige Art, die auch in unseren Gärten zu Hause ist und mit vielen Nistplätzen in und über der Erde vorlieb nimmt.

Ihre Nahrung besteht aus dem Nektar und den Pollen verschiedener Pflanzen. Nach Wikipedia sind mehr als 130 Pflanzenarten als Nahrungsquelle nachgewiesen. In unserem Garten haben wir sie häufig beobachtet auf Akelei, Gemeiner Ziest, Herzgespann, Johannisbeere, Rotklee, Schwarznessel, Stachelbeere, Brombeere, Nachtviole, Ähriger Ehrenpreis, Rainfarn

Gemeine Seidenbiene

Gemeine Seidenbiene

colletes daviesanus

Die Bienen erreichen eine Körperlänge von 7 bis 9 Millimetern. Die Art kommt in Europa, nördlich bis nach Schweden und Finnland vor. Sie besiedelt jedoch bevorzugt sonnige, sandige oder lehmige Steilhänge, wie sie sie etwa in Sandgruben, an Baggerseen oder Hohlwegen findet, kommt aber auch im Siedlungsbereich des Menschen vor.

2020 haben wir die Gemeine Seidenbiene das erste Mal in unserem Hortus entdeckt und zwar auf Rainfarn und Schafgarbe aber auch auf dem Gewöhnlichen Wasserdost, Färber-Kamille sowie Margerite.

Garten-Wollbiene

Garten-Wollbiene

anthidium manicatum

Die Männchen dieser Art können bis zu 18mm groß werden, die Weibchen sind etwas kleiner. Bei dieser Art ist besonders, dass die Männchen ein Revier von bis 1qm verteidigen und größere Wild- sowie Honigbienen verjagen. Hierbei sind sie mit ihrem zackigen Flug schnell zu erkennen. Die Garten Wollbienen sammeln Pflanzenhaare zum Nestbau und fliegen zur Nahrungssuche auf Lippenblütler.

Wir können aus unserem Hortus berichten, dass sich insofern besonders der Wollziest eignet, diese auffällige Art anzulocken. Weitere Tipps: Duftnessel, Salbei und Herzgespann, bestenfalls mit dem Wollziest zusammen pflanzen.

Gelbbindige Furchenbiene

Gelbbindige Furchenbiene

halictus scabiosae

Nistet auf kahlen oder schütter bewachsenen Flächen, bevorzugt in Sand, Löß oder lockerem Lehm. Die begatteten Weibchen überwintern zusammen in ihrem Geburtsnest. In folgendem Frühling wird ein neues Nest gegründet, wobei das größte Weibchen die Rolle der Königin übernimmt.

Flugzeit: Eine Generation; überwinterte Weibchen ab April, die Männchen von Juli bis September. Auf folgenden Arten ist diese Biene zu beobachten: Skabiose und Distel. Bei uns besonders gerne auf der Kugeldistel.

Gewöhnliche Bindensandbiene

Gewöhnliche Bindensandbiene

andrena flavipes

Eine der häufigsten Sandbienen in unseren Breiten. Sie sieht der Honigbiene auf dem ersten Blick sehr ähnlich, jedoch erkennt man sie schnell an den typischen Haarbinden auf dem Hinterleib. Sie bevorzugt zum Nestbau schütter bewachsene Flächen mit sandigem oder lehmigem Boden.

Sie ist ausgesprochen polylektisch, d.h. nutzt viele unterschiedliche Arten als Pollenquelle. Uns fiel sie hier besonders auf: Färberkamille, Margerite, Geflecktes Habichtskraut, Rotoranges Habichtskraut, Goldgarbe, Rainfarn...


 

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